Augen

Die aktuellen Themen im Überblick

Termine

17. 07. 2021, VortragsSpaziergang zur Familie Schreber (Wiederholungsveranstaltung)
Veranstaltung zum 160. Todesjahr von Dr. Moritz Schreber und zum 110. Todesjahr von Paul Schreber

12. 06. 2021, VortragsSpaziergang zur Familie Schreber
Veranstaltung zum 160. Todesjahr von Dr. Moritz Schreber und zum 110. Todesjahr von Paul Schreber

20. 04. 2021, Online-Lesung mit anschließendem Gespräch
Cornelia Lotter liest aus ihrem Roman „Schweigeort“

06. 10. 2020, „Wohnungslose im Nationalsozialismus“ der BAG Wohnungslosenhilfe e.V.
Ausstellungseröffnung: 17.00 Uhr im Neuen Rathaus Leipzig, Untere Wandelhalle

Neuigkeiten

Anne-Katrin Störmer: Kunst – Geschichte – Psychiatrie

Website zu Kindereuthanasie-Verbrechen in Leipzig online

Neuerscheinung: Katalog „Wahn und Sinn“

Premiere: Symptom Nr. 6

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VortragsSpaziergang zur Familie Schreber 17.Juli 2021

Termin Samstag 17.Juli 2021, 14 - 16 Uhr (Wiederholungsveranstaltung)

Zum 160. Todesjahr von Dr. Moritz Schreber und zum 110. Todesjahr von Paul Schreber informieren wir in Kooperation mit dem Sächsischen Psychiatriemuseum über die Leipziger Familie Schreber.
Der Streifzug beginnt mit einer thematischen Einführung im Außengelände und wird dann im Garten des unweit gelegenen Psychiatriemuseums mit einem Vortrag fortgeführt.

Teilnehmerbeitrag: 6 € / 4 €

 

Anmeldung erforderlich: kleingaertnermuseum@t-online.de

 

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VortragsSpaziergang zur Familie Schreber 12.Juni 2021

Termin Samstag 12.Juni 2021, 14 - 16 Uhr

Zum 160. Todesjahr von Dr. Moritz Schreber und zum 110. Todesjahr von Paul Schreber informieren wir in Kooperation mit dem Sächsischen Psychiatriemuseum über die Leipziger Familie Schreber.
Der Streifzug beginnt mit einer thematischen Einführung im Außengelände und wird dann im Garten des unweit gelegenen Psychiatriemuseums mit einem Vortrag fortgeführt.

 

 

Teilnehmerbeitrag: 6 € / 4 €

 

Anmeldung erforderlich: kleingaertnermuseum@t-online.de

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Internetpräsentation »Psychiatrie in Sachsen – Das Jahr 1990«

»Psychiatrie in Sachsen – Das Jahr 1990« auf der Homepage des Sächsischen Psychiatriemuseums Leipzigveröffentlicht

psychiatrie-in-sachsenAnfang 2021 wurde die Internetpräsentation »Psychiatrie in Sachsen – Das Jahr 1990« auf der Homepage des Sächsischen Psychiatriemuseums Leipzig ( www.psychiatriemuseum.de) veröffentlicht. Dreißig Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung widmet sich die Präsentation den Ereignissen in der Psychiatrie der DDR mit dem Schwerpunkt Sachsen im Jahr 1990. Wie in allen gesellschaftlichen Bereichen war jenes Jahr auch für die Psychiatrie in der DDR/Sachsen von der fachlichen und öffentlichen Auseinandersetzung mit der bestehenden Situation und von dem Beginn der Etablierung neuer Strukturen gekennzeichnet.
In der Internetpräsentation werden die Entwicklungen des Jahres 1990 dargestellt.

Zum Inhalt:
Den Ausgangspunkt bildet die Situation der Psychiatrie in der DDR/Sachsen im Jahr 1990. Es werden verschiedene Bereich der Psychiatrie beleuchtet und auf die im Auftrag der Bundesregierung unter Beteiligung von Experten aus Ost und West erarbeitete Bestandsaufnahme »Zur Lage der Psychiatrie in der ehemaligen DDR« verwiesen.

Die Bürgerbewegung in der DDR kam auch in der Psychiatrie zum Tragen, in psychiatrischen Einrichtungen entstanden Gruppen des Neuen Forums, und im November 1989 gründete sich in Leipzig eine Basisgruppe Psychiatrie-Betroffene beim Neuen Forum. Die Gruppe ging mit einem Aushang »Glasnost auch in der Psychiatrie« an die Öffentlichkeit, organisierte Veranstaltungen und war Ansprechpartner für die Medien, wo sie aus der Perspektive der Betroffenen auf Defizite der psychiatrischen Versorgung hinwies und sich für die Rechte und die Akzeptanz der Betroffenen einsetzte.
Im Februar 1990 wiesen Vertreter der Basisgruppe auf einen möglichen Missbrauch der Psychiatrie in der Nervenklinik Waldheim hin und stellten nach einem Besuch der Klinik Anzeige gegen die Verantwortlichen.

Eine breite Öffentlichkeit erreichte das Thema des vermeintlichen politischen Missbrauchs in Waldheim durch eine Artikelserie in der Zeitschrift »Stern«, in dessen Folge zahlreiche Untersuchungsausschüsse eingesetzt wurden.
Neben dem Vorwurf des politischen Missbrauchs fanden in den Medien auch andere Aspekte der Situation in der Psychiatrie der DDR Aufmerksamkeit, indem sich u.a. Betroffene zu Wort meldeten und damit die bis dahin gängige Praxis des (Ver-)Schweigens durchbrachen.

Der Aufbruch in der Psychiatrie manifestierte sich neben den strukturellen Veränderungen in der stationären Psychiatrie und im ambulanten Bereich insbesondere im Aufbau komplementärer Versorgungsstrukturen. Durch Mitarbeiter, Betroffene und engagierte Bürger wurden 1990 Vereine gegründet, die sich in den Bereichen Beratung, Wohnen und Arbeit engagierten.
Die Leipziger Vereine und Initiativen stellten sich im August 1990 zum »Tag der Sozialpsychiatrie« vor und präsentierten sich erstmals in der DDR einer größeren Öffentlichkeit.
Auch Fachgesellschaften und Verbände wie die Gesellschaft für kommunale Psychiatrie (GKP) konstituierten sich oder gründeten sich neu.

Neben themenbezogenen Texten wurden für die Internetpräsentation zahlreiche Fotos und Dokumente recherchiert und zusammengestellt. Ergänzt wird die Darstellung durch kurze Audiobeiträge, in denen sich Zeitzeugen zu ihren damaligen Erfahrungen und Eindrücken äußern.

Geplant ist die Veröffentlichung eines  Readers zur Internetpräsentation mit weiteren Dokumenten.

Die Internetpräsentation wurde im Rahmen des Projektes »Psychiatrie in Sachsen. Aufbau eines Dokumentations- und Informationszentrum zur Geschichte der Psychiatrie nach 1945«, gefördert durch das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz, erarbeitet. Redaktion: Thomas R. Müller, Design: Martin Baier.
Wir danken allen Partnern (Archive, Einzelpersonen, Vereine und Institutionen) für die Unterstützung des Projektes!

Link: www.psychiatriemuseum.de

 

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Cornelia Lotter liest aus ihrem Roman „Schweigeort“

Online-Lesung mit anschließendem Gespräch der Initiative Riebeckstraße 63

Flyer-Symposium-Sozialpsychiatrie-in-Leipzig

Dienstag, 20. April 2021 um 19.00 Uhr

Drei Frauen. Drei Zeiten. Ein Ort.

Und das Schweigen, das Großmutter, Tochter und Enkelin über ihre Erlebnisse an diesem dunklen Ort legen.

Als die junge Ukrainerin Olga 1943 in der Riebeckstraße 63 in Leipzig eintrifft, um hier einem der Rüstungsbetriebe als Zwangsarbeiterin zugeteilt zu werden, ahnt sie nicht, dass auch ihre Tochter Sonja und ihre Enkelin Carola in diesen Gebäuden Jahre später das Böse kennenlernen werden.

 

Die dunkle Geschichte des Ortes ist verknüpft mit dem Schicksal der drei Frauen, von denen jede nach persönlichem Glück und Selbstverwirklichung strebt und an ihren Ansprüchen zu scheitern droht. Verschiedene Diktaturen und Männer, die nicht erkennen, dass sie für die falsche Sache kämpfen, fordern den Widerstand der Frauen heraus.

Link zur Veranstaltung

 

Über Ihr Interesse und eine Teilnahme würden wir uns freuen.

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Ausstellungseröffnung „Wohnungslose im Nationalsozialismus“

Eröffnung der Ausstellung „Wohnungslose im Nationalsozialismus“ der BAG Wohnungslosenhilfe e.V

Flyer-Symposium-Sozialpsychiatrie-in-Leipzig

Dienstag 6. Oktober 2020 um 17.00 Uhr im Neuen Rathaus Leipzig, Untere Wandelhalle

Die Ausstellung erinnert an die wohnungslosen Männer und Frauen, die in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur als sogenannte »Asoziale« verfolgt worden sind.
Erst vor wenigen Monaten hat der Deutsche Bundestag die formale Rehabilitierung von »Asozialen« nachgeholt und sie offiziell als Verfolgte und Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft anerkannt.
Wie viele Menschen mit dem Stigma »asozial« in Konzentrationslager eingeliefert wurden, lässt sich nicht genau beziffern; geschätzt wird die Zahl auf 10.000 Häftlinge. Die Ausstellung greift unter anderem die Themen Unterbringung von Wohnungslosen in Arbeitshäusern, Wohnungslose als Objekte der Rassenhygiene und deren Zwangssterilisation sowie die »Aktion Arbeitsscheu Reich« von 1938 und die Inhaftierung als »asozial« stigmatisierter Menschen in Konzentrationslagern auf.

Eröffnungsvortrag
„Wer nicht arbeitet, soll nicht essen“ Verfolgung Wohnungsloser im Nationalsozialismus,
Oliver Gaida, Historiker, Humboldt-Universität Berlin

Der Nationalsozialismus erklärte Wohnungslose zu „Arbeitsscheuen“ und „Asozialen“. Ihre Verfolgung entstand in den Kommunen vor Ort, ganz ohne „Führerbefehl“ von „oben“. Diese sozialrassistische Lokalpolitik bekämpfte in einer neuartigen Dimension wohnungslose Arme als Subjekte  und nicht deren Armut als soziales Problem. Wie radikalisierten sich einzelne Städte in ihren Maßnahmen gegen diese soziale Gruppe gegenseitig? Welche Rolle wurde dabei älteren Repressionsorten wie den Arbeitshäusern, als auch neuen Orten wie den Konzentrationslagern zugewiesen? Diesen und weiteren Fragen wird Oliver Gaida in seinem Vortrag nachgehen. Oliver Gaida, Historiker, Humboldt-Universität Berlin

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Anne-Katrin Störmer: neue Ausstellungsobjekte willkommen

Zum 15. Jubiläum des Sächsischen Psychiatriemuseums präsentierten wir in Kooperation mit der durch blick galerie die Ausstellung „Kunst – Geschichte – Psychiatrie“ als erste große Einzelausstellung der Zwickauer Künstlerin Anne-Katrin Störmer.

Anne-Katrin Störmer, die die Psychiatrie selbst erlebt hat, beschäftigt sich seit der Jahrtausendwende intensiv mit der Psychiatriegeschichte. In ihren Bildern wird der Alltag in der Psychiatrie der vergangenen einhundert Jahre lebendig. Für die mit Zeichenstift und Wasserfarbe gemalten Zeichnungen nutzt sie historische Vorlagen, die sie mit Akribie reproduziert und gleichzeitig auf subtile Art modifiziert. In ihren Zeichnungen, die häufig mit ausführlichen Texten kombiniert sind, setzt sie sich beispielsweise mit den nationalsozialis­tischen „Euthanasie“-Verbrechen auseinander. Andere Bildserien sind von der eigenen Lebensgeschichte inspiriert und widmen sich u.a. den existentiellen Erfahrungen von Diskriminierung, Gewalt und Missbrauch. Neben diesen teilweise drastischen Darstellungen bedient sich Anne-Katrin Störmer aber auch des Humors, um ihre Ängste und Visionen auszudrücken. Dazu gehört ein Bildkomplex, in dem die Künstlerin skurrile Anwendungen für das in der heutigen Psychiatrie genutzte Segufix-Fixiersystem erfindet.
Anne-Katrin Störmer, die bereits ein umfangreiches und komplexes Werk geschaffen hat, hat in der Kunstgruppe des Vereins Durchblick e.V. und dem Sächsischen Psychiatriemuseum eine künstlerische Heimat gefunden.
Für die seit ihrer Geburt gehörlose Künstlerin ist das Zeichnen ein Medium, über das sie mit der Umwelt kommuniziert. Daher hat sie großes Interesse, ihre Arbeiten in Ausstellungen zu zeigen.
Das Sächsische Psychiatriemuseum und die durch blick galerie unterstützen sie dabei und stehen als Ansprechpartner zur Verfügung, um mit der Künstlerin und interessierten Einrichtungen und Institutionen Projekte zu entwickeln und zu realisieren.
Kontakt:

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Kindereuthanasie-Verbrechen in Leipzig

Website zu Kindereuthanasie-Verbrechen in Leipzig online

Ab sofort ist die Internetseite www.die-wiese-zittergras.de zu den Kindereuthanasie-Verbrechen in Leipzig online.
Anlass für die aktuelle Freischaltung der Website ist der 75. Jahrestag der Eröffnung der Kinderfachabteilung in der Heilanstalt Leipzig-Dösen im Oktober 1940. Die Homepage erinnert an die Hintergründe der nationalsozialistischen Verbrechen an behinderten Kindern. Allein in Leipzig-Dösen waren in dieser speziellen Abteilung mehr als 500 als lebensunwert angesehene Kinder getötet worden.
Auf der Internetseite können zahlreiche dieser Schicksale nachgelesen werden. Außerdem werden der interessierten Öffentlichkeit Materialien und Dokumente zur Verfügung gestellt.
„Nach der Einrichtung eines Gedenkortes im Leipziger Friedenspark und der Überarbeitung der Wanderausstellung gibt es nun auch eine Internetseite, welche zu diesem düsteren Kapitel der Leipziger Stadtgeschichte informiert und die Erinnerung wach hält“, erklärt Bürgermeister Fabian.
Damit fasst die Internetseite Forschungsergebnisse und vielfältige Projekte zusammen, die auf einer mehr als 15jähigen Beschäftigung mit diesem düsteren Kapitel der Leipziger Stadtgeschichte beruhen, initiiert und begleitet vom Gesundheitsamt der Stadt Leipzig und dem Psychiatriekoordinator Thomas Seyde. 

Die Internetseite, die mit Unterstützung des Landesprogramms „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“ und der LEIPZIGSTIFTUNG entstand, wird zukünftig vom Sächsischen Psychiatriemuseum betreut.
Leipzig, den 23. November 2015

Kontakt:
Thomas Seyde, Stadt Leipzig, Gesundheitsamt, Psychiatriekoordinator
Tel:  0341 1236806,

Thomas Müller, Durchblicke e.V./Sächsisches Psychiatriemuseum,
Tel:  0341 14061413, .

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Neuerscheinung: Katalog „Wahn und Sinn“

Thomas R. Müller, „Wahn und Sinn“


Patienten, Ärzte, Personal und Institutionen der Psychiatrie in Sachsen vom Mittelalter bis zum Ende des 20. Jahrhunderts. Katalog zur Dauerausstellung des Sächsischen Psychiatriemuseums 2. korrigierte und ergänzte Auflage, Mabuse-Verlag 2014
ISBN 978-3-86321-212-4 (Museumsausgabe)
15 €

Bestellung und Bezug: Sächsisches Psychiatriemuseum, Mainzer Str. 7, 04109 Leipzig
Tel: 0341 14061413,

E-Mail:

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Premiere: Symptom Nr. 6

Symptom Nr. 6


Ausstellungsposter

Leipziger Beiträge zu Psychiatrie & Verrücktheit
Hrsg. Von Thomas R. Müller und Dyrk Zedlick

Inhalt:
Klaus Weise: Leipziger Psychiatriereform 1960 bis 1990 Interview mit Klaus Weise
Beiträge von Rosi Haase und Hermann Elgeti
Leipzig, 2014
ISSN 0944 5161
Schutzgebühr: 10 €

Bestellung und Bezug: Sächsisches Psychiatriemuseum, Mainzer Str. 7, 04109 Leipzig
Tel: 0341 14061413,
E-Mail:


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