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Aktuelle Ausgabe 2/16

 

Inhalt

1. Editorial
2. Anne-Katrin Störmer: neue Ausstellungsprojekte
3. Tag des offenen Denkmals
4. Buchempfehlungen
5. Filmpremiere „Nebel im August“
6. Termine und Infos
7. Ihre Unterstützung
8. Abonnement und Kontakt
9. Impressum

1. Editorial

Liebe Freunde des Sächsischen Psychiatriemuseums,
das 15jährige Jubiläum des Sächsischen Psychiatriemuseums haben wir mit der Ausstellung „Kunst – Geschichte – Psychiatrie“ begangen. Die Ausstellung ist inzwischen beendet, einige Arbeiten von Anne-Katrin Störmer sind jedoch weiter auf der Museumsetage zu besichtigen. Nun möchten wir dazu beitragen, dass die Künstlerin eine noch größere Öffentlichkeit findet. Falls Sie Ideen und Vorschläge für eine Ausstellung mit den Werken von Anne-Katrin Störmer haben, können Sie gern mit uns Kontakt aufnehmen.
Zum Service dieses Newsletter gehört es, die Abonnenten über Veranstaltungen, Bücher und Neuigkeiten zum Thema Psychiatriegeschichte zu informieren. In dieser Ausgabe finden Sie zahlreiche Empfehlungen. Ich möchte Sie an dieser Stelle noch einmal darauf aufmerksam machen, dass wir auch Ihre Veranstaltungshinweise veröffentlichen können. Die Kontakt-daten finden Sie am Ende dieses Newsletters, der hoffentlich Ihr Interesse findet.
Ihr Thomas R. Müller
Sächsisches Psychiatriemuseum

2. Anne-Katrin Störmer: neue Ausstellungsprojekte

Zum 15. Jubiläum des Sächsischen Psychiatriemuseums präsentierten wir in Kooperation mit der durch blick galerie die Ausstellung „Kunst – Geschichte – Psychiatrie“ als erste große Einzelausstellung der Zwickauer Künstlerin Anne-Katrin Störmer.
Anne-Katrin Störmer, die die Psychiatrie selbst erlebt hat, beschäftigt sich seit der Jahrtausendwende intensiv mit der Psychiatriegeschichte. In ihren Bildern wird der Alltag in der Psychiatrie der vergangenen einhundert Jahre lebendig. Für die mit Zeichenstift und Wasserfarbe gemalten Zeichnungen nutzt sie historische Vorlagen, die sie mit Akribie reproduziert und gleichzeitig auf subtile Art modifiziert. In ihren Zeichnungen, die häufig mit ausführlichen Texten kombiniert sind, setzt sie sich beispielsweise mit den nationalsozialis­tischen „Euthanasie“-Verbrechen auseinander.
Andere Bildserien sind von der eigenen Lebensgeschichte inspiriert und widmen sich u.a. den existentiellen Erfahrungen von Diskriminierung, Gewalt und Missbrauch. Neben diesen teilweise drastischen Darstellungen bedient sich Anne-Katrin Störmer aber auch des Humors, um ihre Ängste und Visionen auszudrücken. Dazu gehört ein Bildkomplex, in dem die Künstlerin skurrile Anwendungen für das in der heutigen Psychiatrie genutzte Segufix-Fixiersystem erfindet.
Anne-Katrin Störmer, die bereits ein umfangreiches und komplexes Werk geschaffen hat, hat in der Kunstgruppe des Vereins Durchblick e.V. und dem Sächsischen Psychiatriemuseum eine künstlerische Heimat gefunden.
Für die seit ihrer Geburt gehörlose Künstlerin ist das Zeichnen ein Medium, über das sie mit der Umwelt kommuniziert. Daher hat sie großes Interesse, ihre Arbeiten in Ausstellungen zu zeigen.
Das Sächsische Psychiatriemuseum und die durch blick galerie unterstützen sie dabei und stehen als Ansprechpartner zur Verfügung, um mit der Künstlerin und interessierten Einrichtungen und Institutionen Projekte zu entwickeln und zu realisieren.
Kontakt: museum@durchblick-ev.de
Bildergalerie: www.psychiatriemuseum.de(in Vorbereitung)

www.mdbk.de/ausstellungen/archiv/2015/in-guter-nachbarschaft

3. Tag des offenen Denkmals

Im Rahmen des „Tages des offenen Denkmals“ am 11. September 2016 kann die Villa Mainzer Straße 7 des Vereins Durchblick e.V. und Sitz des Psychiatriemuseums besichtigt werden.
Der Rundgang „Städtebauliche Entwicklung der Leipziger Westvorstadt“ wurde vom Deutschen Kleingärtnermuseum initiiert und organisiert. Dort beginnt um 11 Uhr der Rundgang mit Informationen zur Gestaltung und Nutzungsentwicklung des ersten Schreberplatzes. Im Anschluss kann die von dem Dresdner Architekten A. Schelcher 1928 für den Rechtsanwalt am Reichsgericht Dr. jur. Georg Benkrad entworfene Villa in der Mainzer Straße besichtigt werden. Weitere Stationen sind die Festwiese an der Jahnallee und das AOK-Hauptgebäude.
Der Rundgang dauert ca. 2 Stunden und ist kostenfrei. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, um Anmeldung wird gebeten: kleingaertnermuseum@t-online.de

4. Buchempfehlungen

Armin Wagner, Holger Steinberg
Neurologie an der Universität Leipzig
Beiträge zur Entwicklung des klinischen Fachgebietes von 1880 bis 1985
Leipziger Universitätsverlag 2015
ISBN 978-3-86583-942-8, 566 S., 49,00 EUR

Das Buch beschreibt die hundertjährige Geschichte der Neurologie von 1880 bis 1985 an der Universität Leipzig. Es ist in zwei Zeitabschnitte gegliedert, die von Holger Steinberg, Leiter des Archivs für Leipziger Psychiatriegeschichte an der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, (1880-1945) und Armin Wagner, bis 2009 Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie, (1945-1985) verantwortet werden.
An der Herausbildung der Neurologie als naturwissenschaftliches Fach war die Universität Leipzig unmittelbar beteiligt, u.a. repräsentiert durch die hier in den 1880er und 1890er Jahren wirkenden Wilhelm Erb und Adolf Strümpell. Bereits in den 1870er Jahren bestand an der Medizinischen Poliklinik eine Neurologische Abteilung, die zeitweilig von Paul Flechsig geleitet wurde. Der Hirnforscher Flechsig wurde 1878 außerordentlicher Professor für Psychiatrie in Nachfolge des nach dem Tod von Johann Christian August Heinroth seit 1843 nicht besetzten deutschlandweit ersten Lehrstuhls für „Psychische Therapie“. Von 1882 bis 1920 war Flechsig Direktor der Psychiatrischen und Nervenklinik der Universität Leipzig, neben der Medizinischen Klinik und dem Poliklinik drittes Standbein der Neurologie an der Leipziger Universität. Die institutionelle Verbindung von Psychiatrie und Neurologie blieb auch unter den späteren Direktoren (Oswald Bumke, Paul Schröder, August Bostroem und Werner Wagner) bestehen. Neben den zahlreichen Mitarbeitern wie Oskar Vogt, Erwin Gustav Niessl von Mayendorf, Richard Arwed Pfeifer und Hans Bürger-Prinz werden im Buch auch die Leistungen von Gelehrten gewürdigt, die wie Paul Julius Möbius als akademische Außenseiter gelten.
1946 übernahm Richard Arwed Pfeifer die kommissarische Leitung der im 2. Weltkrieg völlig zerstörten Klinik. Ihm folgte 1952 Dietfried Müller-Hegemann. Mit der Bildung des Fachbereiches Neurologie-Psychiatrie entstand 1965 in Leipzig die erste eigenständige Neurologische Universitätsklinik in der DDR. Zu ihrem Direktor wurde Peter Feudell ernannt, der seit 1951 bereits die Neurologische Abteilung der Medizinischen Klinik der Universität geleitet hatte.
Mit dem Ausscheiden Feudells 1985 endet diese ausführliche, fundierte und mit zahlreichen Fotografien und Dokumenten versehene Darstellung der Entwicklung der Neurologie an der Universität Leipzig.


Sächsische Landeszentrale für politische Bildung (Hrsg.)
Nationalsozialistische Zwangssterilisationen in Sachsen 1933-1945
Struktur und Praxis – Täter und Opfer
Dresden 2016

Auf der Grundlage des „Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ wurden während der NS-Herrschaft zwischen 350.000 und 400.00 Menschen in Deutschland zwangssterili­siert, allein in Sachsen waren über 25.000 psychisch erkrankte, behinderte oder aufgrund ihrer Lebensweise diskriminierte Menschen betroffen. Trotz der ungeheuren Dimensionen staatlicher Willkür und menschlichen Leidens standen diese Verbrechen lange Zeit im Schatten der „Euthanasie“-Mordaktion und fanden auch in der wissenschaftlichen Forschung weniger Beachtung.
Aus Anlass des 80. Jahrestages der Verabschiedung des die Zwangssterilisationen legitimierenden Gesetzes fand im Jahr 2013 eine gemeinsame Veranstaltung der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, der Sächsischen Ärztekammer und der Stiftung Sächsische Gedenkstätten/Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein statt, die sich dem Thema widmete und die Grundlage für diese Publikation bildet.
Die Beiträge beschäftigen sich u.a. mit den politischen und ideologischen Grundlagen der Erbgesundheitspolitik (Otto Bach), mit den Strukturen in Sachsen, der Rolle der Justiz und den Karrieren der verantwortlichen Erbgesundheitsrichter, soweit diese Täter bisher ermittelt werden konnten (Boris Böhm/Stefan Jehne). Weiterhin wird die Praxis der Zwangssterilisierung für den Dresdner Raum untersucht (Birgit Töpolt) und es werden Opfer der Maßnahmen porträtiert (Boris Böhm). Die abschließenden Artikel widmen sich der strafrechtlichen Verfolgung (Jürgen Nitsche) und der Aufarbeitung der NS-Zwangssterili­sationen (B. Böhm/Hagen Markwardt).
Mit diesem Buch ist eine gute Basis gelegt für die weitere Beschäftigung mit den nationalsozialistischen Verbrechen der Zwangssterilisation in Sachsen.
Die Publikation kann kostenlos über die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung bestellt werden.
https://shop.slpb.de/index.php/pub_online


Christine Lavant
Aufzeichnungen aus dem Irrenhaus
Neu herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Klaus Amann
Wallstein Verlag, Göttingen 2016
ISBN 978-3-8353-1967-7, 16,90 EUR

Christine Lavants Prosatext „Aufzeichnungen aus dem Irrenhaus“ handelt vom sechswöchigen Aufenthalt einer jungen Frau in einem psychiatrischen Krankenhaus, wohin sie sich nach dem Versuch, sich das Leben zu nehmen, freiwillig begeben hat. Der Text ist in Stil eines Tagebuchs verfasst, was der Darstellung eine starke Authentizität verleiht.
Zunächst glaubt sich die Erzählerin in der Rolle eines Gastes, zu der die Schwestern noch Sie und Fräulein sagen. Doch diese Beobachterposition löst sich mehr und mehr auf. Die junge Frau taucht ein in jene seltsame Welt mit ihren ungeschriebenen Gesetzen und Hierarchien. Mit Neugier und Empathie begegnet sie den Leidensgeschichten der Mitpatientinnen, fühlt Sympathie und Ängste, erlebt Hoffnung, Gewalt und Tod. Als sie für sich akzeptiert, dass sie, wenn auch nur für die begrenzte Zeit der verordneten Arsenkur, zu dieser Welt gehört, überwindet sie endgültig die Distanz und Fremdheit gegenüber den Mitpatientinnen und Schwestern.
Einen Schutzraum für ihre Seele bewahrt sie, indem sie den Anlass für ihren Selbstmordversuch nicht preisgibt. Als sich das Gerücht verbreitet, ihr Schwager, der sie in der Anstalt besucht, sei der heimliche Geliebte, inszeniert sie eine Art Camouflage, um den wahren Adressaten ihrer unglücklichen Liebe wiederzusehen. Sie wird zu dem Angebeteten, dem ahnungslosen Arzt einer anderen Krankenabteilung gebracht. Ihn bittet sie um den ersehnten Kuss auf die Stirn. Und er erfüllt ihren Wunsch, wenn auch, welch traurig-schöne Metapher, mit einer Schnupfenkappe vor dem Mund:
„Die Blonde kam mit der Schnupfenkappe, zog sich diskret zurück und wir standen immer noch. Nur sah er jetzt aus wie einer, der mit einer Gasmaske in den Krieg zöge. Mut hatte er jedenfalls genug, da er es auf sich nahm, mit einer offensichtlich Irren allein zu bleiben. Dann tat er es mir. Auf die Stirne, wie damals, und löschte das schöne Damals aus. Nun werde ich beim Bad auf nichts mehr zu achten haben. Auch sein mildes „So“ blieb mir nicht erspart, nein gar nichts. Da begann ich schon ganz leise innen zu lachen. Er wich davor zurück, wich aus der Türe und schickte mir dafür die Blonde herein. „Kind“ sagte auch diese und ich hätte sie gerne dafür gehasst, aber es war nicht möglich, wir waren auf einmal ganz nahe aneinander und sie hielt mich und wir weinten.“
Die „Aufzeichnungen aus dem Irrenhaus“ sind in einer dichten und suggestiven Bildsprache verfasst. Die Psychiatrie als Institution und die Abteilung Zwei mit ihrem für den Außenstehenden schwer zu fassenden Eigenleben sind dabei die Folie für diese schöne und tragische Liebes-Geschichte.
Christine Lavant wurde 1915 im österreichischen Lavanttal als Christine Haberning geboren, sie stammte aus sehr einfachen Verhältnissen. Als Kind litt sie unter Tuberkulose und anderen schweren Krankheiten. Im Alter von 13 Jahren begann sie zu schreiben. Im Oktober/November 1935 wurde sie nach einem Selbstmordversuch in der Landesirrenanstalt Klagenfurt behandelt.
Der Text, der im Herbst 1946 entstand, war ein „erzähltes Stück Leben“ (Lavant). Aufgrund der biografischen Nähe und aus Rücksicht auf ihre Familie verhinderte die Autorin die Veröffentlichung des Textes. Erst in den 90er Jahren wurde er im Nachlass einer befreundeten Schriftstellerin entdeckt und 2001 erstmals publiziert.
Die sehr zu empfehlende Neuausgabe ist im Wallstein-Verlag im Rahmen einer vierbändigen, von Klaus Amann herausgegebenen, Werkausgabe erschienen.

5. Filmpremiere „Nebel im August“

Filmstart am 29. September 2016
Der Film „Nebel im August“ entstand nach dem wahren Schicksal des 13-jährigen Ernst Lossa, der als „asozial“ eingestuft in einem bayerischen Klinikum eingesperrt und 1944 dort umgebracht wurde.
Die Geschichte: Ernst Lossa (Ivo Pietzcker), Sohn fahrender Händler und Halbwaise, ist ein aufgeweckter aber unangepasster Junge. Die Kinder- und Erziehungsheime, in denen er bisher lebte, haben ihn als „nicht erziehbar“ eingestuft und schieben ihn schließlich wegen seiner rebellischen Art in eine Nervenheilanstalt ab. Nach kurzer Zeit bemerkt er, dass unter der Klinikleitung von Dr. Veithausen (Sebastian Koch) Insassen getötet werden. Er setzt sich zur Wehr und versucht, den behinderten Patienten und Mitgefangenen zu helfen. Schließlich plant er die Flucht, gemeinsam mit Nandl, seiner ersten Liebe. Doch Ernst befindet sich in großer Gefahr, denn Klinikleitung und Personal entscheiden über Leben und Tod der Kinder. Der Film beruht auf dem gleichnamigen Tatsachenroman von Robert Domes und wurde nach einem Drehbuch von Holger Karsten Schmidt in der Regie von Kai Wessel gedreht. Als historischen Berater der Produktion konnte Produzent Ulrich Limmer den langjährigen Leiter des psychiatrischen Klinikums Kaufbeuren (1980-2006) und engagierten Aufklärer der „Euthanasie“-Verbrechen, Prof. Dr. Michael von Cranach, gewinnen.
Weitere Informationen:
Filmtrailer: https://youtu.be/1QDWNw4LKRs
Filmhomepage: www.nebelimaugust.de

6. Termine und Infos

Ausstellungen

Visionär. Das Universum Karl Hans Jankes im Umfeld zeitgenössischer Kunst
Mit Arbeiten von Karl Hans Janke, Durchblick-Künstlern JOD, Michael Pleissner, Thomas Riesner, Stephan Schippmann, Andreas Schmidt sowie Jochen Plogsties, Wibke Rahn, Johannes Rochhausen, Christian Schmit, Ronny Szillo, Suzan Winter und Janka Zöller
Ausstellung vom 13. August bis 3. September 2016
Halle C01, Tapetenwerk Leipzig, Lützner Str. 91, 04177 Leipzig
Mi-Sa, 14-18 Uhr
Ein Projekt des Bund Bildender Künstler Leipzig e.V.
in Kooperation mit Rosengarten e.V. und Durchblick e.V.

Podiumsdiskussion
Freitag, 26. August 2016, 18 Uhr


Schumann in Endenich
Sonderausstellung im Robert-Schumann-Haus Zwickau
vom 9. Juli bis 11. September 2016
Die Ausstellung widmet sich den letzten Lebensmonaten Robert Schumanns, die der Komponisten ab März 1854 in der Heilanstalt Endenich bei Bonn verbrachte. Dort starb er vor 160 Jahren am 29. Juli 1856.
Zu sehen sind zahlreiche Originaldokumente, darunter Schumanns letzte Notenaufzeich-nungen, Originalbriefe und Fotografien, sowie Erinnerungsstücke (z.B. die „Blumentage­bücher“ Clara Schumanns und der Gipsabdruck des Totenschädels von R. Schumann)


Sammlung Prinzhorn, Heidelberg

Paul Goesch. Zwischen Avantgarde und Anstalt
12. Mai bis 18. September 2016

Zwischen Schloss und Irrenhaus – Die Aufzeichnungen Hermann Paternas
12. Mai bis 18. September


Veranstaltungen

Tschechische und deutsche Psychiatriepatienten in Böhmen und Mähren
Stigmatisierte Menschen zwischen NS-„Euthanasie“ (1940-1945) und Vergessen (1945-1950)
Abschlussveranstaltung mit Buchpräsentation
1. September 2016, 18 Uhr
Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein, Seminarraum II (Dachgeschoss)


Mechanik
Lesung aus dem Werk von Hans-Joachim Schädlich
mit den Töchtern des Autors Susanne und Anna Schädlich

11. September 2016, 14 Uhr
Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein, Seminarraum II (Dachgeschoss)
Als einer der ersten deutschen Schriftsteller thematisierte Hans-Joachim Schädlich bereits 1985 die nationalsozialistischen Krankenmorde. In der Erzählung „Mechanik“ schildert der Autor seine Beschäftigung mit dem Schicksal seines Onkels Friedrich Reichenbach, der in der sog. „Aktion T4“ ermordet wurde.
Die Lesung mit anschließendem Gespräch findet im Rahmen des „Tags des offenen Denkmals“ statt. Der Eintritt ist frei.

7. Ihre Unterstützung

Für die Finanzierung unserer Arbeit sind wir auf Drittmittel angewiesen. Dabei hilft uns jede Spende. Auf Wunsch stellen wir Ihnen gern eine Spendenquittung aus.

Spendenkonto:
Konto-Nr.: 3 52 14 07
IBAN: DE 64860205000003521407

BLZ: 860 205 00
Bank für Sozialwirtschaft
Stichwort: Psychiatriemuseum

8. Abonnement und Kontakt

Um den Newsletter abzubestellen oder mit uns Kontakt aufzunehmen, schicken Sie uns bitte eine Mai an:

9.Impressum

Herausgeber:Sächsisches Psychiatriemuseum
des Vereins Durchblick e.V.
Verantwortlich im Sinne des Presserechts: Thomas R. Müller

Redaktionsschluss: 24. August 2016

www.psychiatriemuseum.de
www.durchblick-ev.de

© Sächsisches Psychiatriemuseum Mainzer Straße 7  04109 Leipzig

 

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