Augen

Die aktuellen Themen im Überblick



Termine


10. 06., 13. 06., und 14.06.2026, Jubiläumsveranstaltungen, 25 Jahre Psychiatriemuseum
Veranstaltungen des Sächsischen Psychiatriemuseums und des Durchblick e.V.
zum 25 jährigen Bestehens des Psychiatriemuseums.

09. 05. 2026, Museumsnacht Halle & Leipzig 09. Mai 2026
Veranstaltungen des Sächsischen Psychiatriemuseums/Durchblick e.V.
zur Leipziger Museumsnacht.

19. 03. 2026 - 21.03.2026, "Leipzig liest" Veranstaltungen im Durchblick
Veranstaltungen des Sächsischen Psychiatriemuseums/Durchblick e.V. zur Leipziger Buchmesse.

21. 01. 2026, Einladung zum Vortrag
Thomas Müller: Zur Tätigkeit des Ministeriums für Staatssicherheit in der Psychiatrie
am Beispiel des Bezirkskrankenhauses für Psychiatrie Leipzig-Dösen Forschungsbericht

11. 11. 2025, Einladung zur Lesung
Martin Goyks vierter Roman "Mutters Wahn. Ein Jahrhundertpanorama – Roman einer Familie" wird
im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Lesezeit im Durchblick" vorgestellt..

10. 05. 2025, Museumsnacht Halle & Leipzig 10. Mai 2025
Veranstaltungen des Sächsischen Psychiatriemuseums/Durchblick e.V.
zur Leipziger Museumsnacht.

27. 03. 2025 - 30.03.2025, Veranstaltungen im Rahmen der Leipziger Buchmesse
Veranstaltungen des Sächsischen Psychiatriemuseums/Durchblick e.V.
zur Leipziger Buchmesse.

29. 05. 2024, 1900 Uhr, Lesung mit Cornelia Lotter
Die Leipziger Autorin Cornelia Lotter liest aus ihrem neuesten Roman »Unterm Gewitter« (Bd. 1) & »Unterm Rauch« (Bd. 2).

06. 05. 2024, Museumsnacht Halle & Leipzig 6.Mai 2024
Veranstaltungen des Sächsischen Psychiatriemuseums/Durchblick e.V.
zur Leipziger Museumsnacht.

20. 03. 2024 - 24.03.2024, Veranstaltungen im Rahmen der Leipziger Buchmesse
Veranstaltungen des Sächsischen Psychiatriemuseums/Durchblick e.V.
zur Leipziger Buchmesse.

07. 02. 2024, 4. Werkstattgespräch Gemeindepsychiatrie Leipzig Beschwerdestellen in der Psychiatrie für Leipzig?
Das 4. Werkstattgespräch Gemeindepsychiatrie Leipzig zum Thema »Beschwerdestellen in der Psychiatrie für Leipzig?« findet am 07. Februar 2024 im CAPA-Haus statt.



Neuigkeiten


Anne-Katrin Störmer: Kunst – Geschichte – Psychiatrie

Website zu Kindereuthanasie-Verbrechen in Leipzig online

Neuerscheinung: Katalog „Wahn und Sinn“

Premiere: Symptom Nr.6

zum Seitenanfang Dreieck

Festwoche zum 25-jähigen Jubiläum des Sächsischen Psychiatriemuseums10. bis 14. Juni 2026


25 Jahre Psychiatriemuseum

Grafik/Repro: M. Baier

PSYCHIATRIEGESCHICHTE AUS DER PERSPEKTIVE DER BETROFFENEN

Festwoche zum 25-jähigen Jubiläum des Sächsischen Psychiatriemuseums10. bis 14. Juni 2026

Vom 10. bis 14. Juni 2026 veranstalteten das Sächsische Psychiatriemuseum und der Trägerverein Durchblick e.V. eine Festwoche unter dem Titel »Psychiatriegeschichte aus der Perspektive der Betroffenen. 25 Jahre Sächsisches Psychiatriemuseum« zum 25-jährigen Jubiläum des Psychiatriemuseums. 
Das Museum war 2001 mit der Dauerausstellung »IRR-SINN. Einblicke in die Sächsische Psychiatriegeschichte« eröffnet worden. Ziel war (und ist) es, durch die Darstellung der Geschichte der Psychiatrie in Leipzig und Sachsen mit dem Schwerpunkt der Perspektive der Betroffenen eine breite Öffentlichkeit über psychische Erkrankungen und die Geschichte der Psychiatrie zu informieren und zum Abbau von Vorurteilen beizutragen. Mit Sonderaus-stellungen, Stadtführungen, Vorträgen und Diskussionsveranstaltungen macht das Museum seit einem Vierteljahrhundert Angebote zur Diskussion über Psychiatrie und Gesellschaft und will zur Entstigmatisierung beitragen.

Eröffnung der Ausstellung »Seelenarbeit im Sozialismus«

Die Jubiläumswoche startete am 10. Juni 2026 mit der Eröffnung der Ausstellung »Seelenarbeit im Sozialismus«. Die Wanderausstellung ist ein Ergebnis des Projektes »Seelenarbeit im Sozialismus – Psychologie, Psychiatrie und Psychotherapie in der DDR« (SiSaP), das von 2019 bis 2025 vom BMBF (mittlerweile BMFTR) gefördert wurde, um die Rolle der Disziplinen Psychiatrie, Psychotherapie und Psychologie in der DDR rückblickend weiter aufzuklären und zu verstehen. Dafür wurden von den Forscherinnen und Forschern die DDR-Fachliteratur und Archivakten untersucht, Menschen befragt, die Erfahrungen mit diesen Teilgebieten gesammelt haben, wie etwa ehemalige Therapeutinnen und Thera-peuten, aber auch Patientinnen und Patienten, die in der DDR in psychiatrischer oder psychotherapeutischer Behandlung waren.
Zur Eröffnung sprachen Prof. Ekkehardt Kumbier und Dr. Kathleen Haack, (Universitäts-medizin Rostock). Ekkehardt Kumbier stellte die Ziele, die Arbeitsweise und Ergebnisse des Projektes vor. Im Anschluss gab Kathleen Haack einen Einblick in die im Rahmen des Projektes erarbeitete umfangreiche Datenbank.
In dieser Datenbank können Besucherinnen und Besuch der Ausstellung im Museumsfoyer über einen Touchscreen selbständig recherchieren. Auf einen Videostele werden Ausschnitte von Zeitzeugeninterviews gezeigt, die im Rahmen des Projektes entstanden sind.
Die Ausstellung kann bis zum 26. September zu den Öffnungszeiten des Psychiatriemuseums besichtigt werden.

25 Jahre Psychiatriemuseum

Foto: Durchblick e.V./Sächsisches Psychiatriemuseum

Die Ausstellung wird bis zum 26. September 2026 im Museumsfoyer gezeigt.

Festveranstaltung

Zur Festveranstaltung am 12. Juni waren Persönlichkeiten aus Kultur und Politik, Partnerorganisationen, Kolleginnen und Kollegen, Förderer, Mitarbeitende und Mitglieder des Sächsischen Psychiatriemuseums, des Fördervereins und des Durchblick e.V. eingeladen. Aufgrund der Raumkapazität musste die Zahl der Gäste auf 50 Personen begrenzt werden. Christian Schramm, Mitglied im Vorstand des Durchblick e.V. begrüßte die Gäste und verwies auf die in der Dauerausstellung vorgestellten Lebensgeschichten von Psychiatriebetroffenen. Im Anschluss übernahm Thomas Seyde, ehemaliger Psychiatriekoordinator der Stadt, die Moderation. Herr Seyde hieß Frau Dr. Martina Münch, Bürgermeisterin und Beigeordnete für Soziales, Gesundheit und Vielfalt der Stadt Leipzig für ein Grußwort willkommen. Frau Münch gratulierte dem Museum und würdigte die vom Museum geleistete Arbeit der Vermittlung der Leipziger und Sächsischen Psychiatriegeschichte und verwies auf die Bedeutung der Erinnerungskultur für das heutige verantwortungsvolle Handeln. In diesem Sinne hob sie den Beitrag des Museums durch die Verbindung historische Aufarbeitung mit politischer Bildung, kultureller Arbeit und gesellschaftlichem Engagement heraus. In seinem Grußwort für den Förderverein Sächsisches Psychiatriemuseum e.V. betonte Dr. Dyrk Zedlick die vertrauensvolle Zusammenarbeit des Fördervereins mit dem Psychiatriemuseum und bedankte sich insbesondere bei Christina Stoppa, Geschäftsführerin des Durchblick e.V., und Thomas R. Müller, Leiter des Sächsischen Psychiatriemuseums, für ihr Engagement. Im Anschluss erinnerte Thomas R. Müller, Leiter des Sächsischen Psychiatriemuseums, an die Gründung des Museums, die Leitidee, die Psychiatriegeschichte aus der Perspektive der Betroffenen darzustellen, und an einige Höhepunkte wie spezielle Sonderausstellungen und prominente Gäste.

25 Jahre Psychiatriemuseum

Foto: Durchblick.e.V./
Sächs. Psychiatriemuseum


Christian Schramm

25 Jahre Psychiatriemuseum

Foto: Durchblick e.V./
Sächs. Psychiatriemuseum


Dr. Martina Münch

25 Jahre Psychiatriemuseum

Foto: Durchblick .e.V./
Sächs. Psychiatriemuseum


Dyrk Zedlick &Thomas Seyde

25 Jahre Psychiatriemuseum

Foto: Durchblick .e.V./
Sächs. Psychiatriemuseum


Thomas R. Müller

Den Festvortrag hielt Prof. Michael von Cranach unter dem Titel »Welche Psychiatrie-geschichte brauchen wir?« M. v. Cranach verband die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Psychiatrie im Nationalsozialismus mit den eigenen Erfahrungen eines seit den 1960er Jahren tätigen Psychiaters. Die von der Psychiatrie begangenen Verbrechen und die Täter seien lange Zeit kein Thema gewesen. Als M. von Cranach Anfang der 1980er Jahre die Leitung der Klinik in Kaufbeuren übernahm, setzte er sich mit den Biografien seiner Vorgänger auseinander und widmete sich insbesondere den Opfern der NS-„Euthanasie“ und deren Angehörigen. Bei seinen Studien entdeckte er die Akte von Ernst Lossa, dessen Schicksal in einem Jugendroman und dem im Rahmen der Jubiläumswoche zur Aufführung kommenden Film »Nebel im August« nachgezeichnet wurde. Beeindruckend waren die von M. von Cranach erzählten Episoden,
wie die der Begegnung mit einem Patienten, der ihn mit der Frage konfrontierte, wie er sich als Psychiater im Nationalsozialismus verhalten hätte. Als Gastgeschenk überreichte M. v. Cranach dem Museum das »Gedenkbuch für die Münchner Opfer der nationalsozialistischen ›Euthanasie‹-Morde«, an dessen Entstehung er maßgeblich mitgearbeitet hat.
Die musikalische Umrahmung der Festveranstaltung wurde von Gabriele Lamotte (Sopran) und Karl Heinz Müller (Klavier) gestaltet. In drei Blöcken wurden Lieder der Künstler Elsa Asenijeff (Max Reger), Malvina Schnorr von Carolsfeld sowie Clara und Robert Schumann aufgeführt. Den jeweiligen psychiatriegeschichtlichen Kontext erläuterte Thomas Seyde. Zum Abschluss dankte Christina Stoppa den Rednerinnen und Rednern und den Musikern für ihre Beiträge sowie den Gästen für ihr Kommen und lud zum Empfang ein.

25 Jahre Psychiatriemuseum

Foto: Durchblick .e.V./
Sächs. Psychiatriemuseum


Michael von Cranach

25 Jahre Psychiatriemuseum

Foto: Durchblick .e.V./
Sächs. Psychiatriemuseum


Christina Stoppa

25 Jahre Psychiatriemuseum

Foto: Durchblick e.V./
Sächs. Psychiatriemuseum


Gabriele Lamotte



25 Jahre Psychiatriemuseum

Foto: Durchblick .e.V./Sächs. Psychiatriemuseum


Festveranstaltung zum Museumsjubiläum

Filmaufführung »Nebel im August«

Am 13. Juni 2026 wurde in der Kinobar Prager Frühling der Film »Nebel im August« in Anwesenheit von Prof. Michael von Cranach aufgeführt.
»Nebel im August« (Deutschland, Österreich, 2016, 126 min.; Regie: Kay Wessel) basiert auf dem gleichnamigen Roman von Robert Domes und erzählt die wahre Geschichte des Ernst Lossa in Süddeutschland am Anfang der 1940er Jahre. Anhand seines Schicksals werden beispielhaft die tausendfachen Krankenmorde im Rahmen der nationalsozialistischen »Euthanasie« behandelt.
Im Anschluss an die Filmaufführung berichtete Michael von Cranach über die historischen Hintergründe des Filmes und seine Entstehung. Im Gespräch zeigten sich die Anwesenden beeindruckt von dem Film und den persönlichen Worten M. v. Cranachs.

25 Jahre Psychiatriemuseum

Foto: Durchblick .e.V./
Sächs. Psychiatriemuseum


Michael von Cranach beim Filmgespräch

Tag der Offenen Tür

Am 13. Juni 2026 von 15 bis 18 Uhr veranstalteten der Durchblick e.V. und das Sächsische Psychiatriemuseum einen »Tag der Offenen Tür« in der Mainzer Str. 7, unterstützt von Mitarbeitenden des Wege e.V. Der »Tag der Offenen Tür« bot den Besucherinnen und Besucher verschiedene Informations- und Mitmachangebote. An Ständen stellten sich die beteiligten Vereine vor. Es gab Führungen durch die Räumlich-keiten und das Museum. Die Ausstellung »Kunst und Psychiatriegeschichte. Arbeiten aus dem Fundus der durch blick galerie« wurde eröffnet. Die künstlerischen Werkstätten des Durchblick e.V. konnten besichtigt und die Gäste selbst kreativ werden. Für Kinder gab es spezielle Bastelangebote. Außerdem wurden kurze Touren mit dem Durchblick-Boot zum Stadthafen angeboten. Für das leibliche Wohl sorgten ein Kuchenbuffet, der Grillstand sowie Kaffee und Getränke. Die ca. 150 Besucherinnen und Besucher kamen größtenteils aus der Nachbarschaft oder waren durch die Ankündigungen in der Presse (Kreuzer, LVZ, Radio Blau) auf den »Tag der Offenen Tür« aufmerksam geworden.

25 Jahre Psychiatriemuseum

Foto: Wege e.V.

25 Jahre Psychiatriemuseum

Foto: Wege e.V.

25 Jahre Psychiatriemuseum

Foto: Wege e.V.


Psychiatriegeschichtliche Stadtführung

Zum Abschluss der Festwoche fand am 14. Juni 2026 eine Psychiatriegeschichtliche Stadtführung statt, bei der Thomas R. Müller die Teilnehmenden auf einem ca. zweistündigen Gang durch das Leipziger Stadtzentrum an historische Orte der Psychiatrie und an die Lebensgeschichten von Menschen mit psychischen Krisenerfahrungen (u.a. Elsa Asenijeff, Robert Schumann, Karl May) und prominente Psychiater (z.B. S. Hahnemann, Paul Julius Möbius und Christian August Heinroth) erinnerte.

Danksagung

Die erfolgreiche Durchführung der Festwoche war nur möglich durch das große Engagement der Mitarbeitenden und Mitglieder des Durchblick e.V., des Sächsischen Psychiatriemuseums und des Fördervereins, des Wege e.V. und durch die finanzielle Unterstützung zahlreicher Förderer:

• Stadt Leipzig (Stadtbezirksbudget Mitte; Referat Demokratie und gesell. Zusammenhalt)
• Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt
• Stiftung für Soziale Psychiatrie der DGSP • Sächsische Gesellschaft für Soziale Psychiatrie (SGSP e.V.)
• Förderverein Sächsisches Psychiatriemuseum e.V. • Wege e.V.

Thomas R. Müller
Sächsisches Psychiatriemuseum

Fotos: Durchblick e.V./Sächsisches Psychiatriemuseum und Wege e.V. (Tag der Offenen Tür)


Newsletter 1/26 als PDF herunterladen ...

zum Seitenanfang Dreieck

Museumsnacht 2025 im Sächsischen Psychiatriemuseum/Durchblick e.V.


Veranstaltungsort:

Durchblick e. V./Sächsisches Psychiatriemuseum,
Mainzer Straße 7, 04109 Leipzig

Museumsnacht 2026

Foto:Veranstalter, https://www.museumsnacht-halle-leipzig.de/presse/

Museumsnacht 2026

Foto:Veranstalter, https://www.museumsnacht-halle-leipzig.de/presse/

 

18:00 – 24 Uhr
Schauplätze Leipziger Psychiatriegeschichte
Die Posterausstellung stellt ausgewählte Orte in Leipzig vor, die mit der Psychiatriegeschichte verbunden sind.

18:30 – 21.30 Uhr
Nach(t)druck
Einblicke in unserer Druckwerkstätten (Siebdruck, Tiefdruck und Hochdruck)
Eigene Druckvorlagen können vor Ort gestaltet werden. (Mit Kostenbeitrag)

19:00 – 19:30 Uhr
Hans Peter Melcher
„Stilblüten im Mai“
Ausstellungseröffnung mit Willem van den Haak (Einführung) und Hans Peter-Melcher „Lürik für eine Brüllstimme“

20:30– 21:00 Uhr
Die Goldene Meise 2026
Verleihung des Ehrenpreises des Durchblick e.V.
Preisträger: Prof. Thomas Becker, Laudatorin: Rosi Haase

21:30 – 24:00 Uhr
Feuer und Flamme>
Die nachtaktiven Besucher der Museumsnacht scharen sich traditionell um das Feuer im Garten der Durchblick-Villa.

Für das leibliche Wohl ist gesorgt
Getränke und Gegrilltes

 


Gesamtprogramm und weitere Infos:  museumsnacht-halle-leipzig.de

zum Seitenanfang Dreieck

Veranstaltungen im Rahmen der Leipziger Buchmesse 2026 im Durchblick


Veranstaltungsort:
Durchblick e. V./Sächsisches Psychiatriemuseum, Mainzer Straße 7, 04109 Leipzig


Buchmesse 2025

Einsamkeit, warum sie uns alle betrifft.
Repro: Verlag

Donnerstag 19. März, 19.00 Uhr
Maike Luhmann: Einsamkeit - Warum sie uns alle betrifft (S. Fischer)

Ursachen, Folgen, Lösungsansätze von Deutschlands bekanntester Einsamkeitsforscherin
Sind wir heute einsamer denn je - oder sprechen wir nur endlich mehr darüber? Wann machen unsere modernen Lebensumstände uns einsam und wann bewahren sie uns im Gegenteil sogar davor? Die Pychologieprofessorin Maike Luhmann forscht seit fünfzehn Jahren zu Einsamkeit. In diesem Buch fasst sie den aktuellen Stand der Wissenschaft zugänglich und gut lesbar zusammen: Wann wird Einsamkeit gefährlich? Sind Menschen in der Stadt einsamer als auf dem Land? Was ist dran an der »Einsamkeit der jungen Männer«? Macht die Digitalisierung uns wirklich einsamer? Und wie sollte unsere Gesellschaft aussehen, um uns gut vor Einsamkeit zu schützen?
Wissenschaftlich fundiert, klar und verständlich: Ein Leitfaden zu einem der großen Themen unserer Zeit.


Sieben Tiere schlagen zurück.
Repro: Verlag

Freitag 20. März, 19.30 Uhr
Frank Westerman: Wenn Mensch und Natur sich in die Quere kommen. Mensch und Natur im Kampf ums Überleben (Herder Verlag)

Sieben Tiere halten in Frank Westermans neuestem Buch unserer Spezies einen Spiegel vor: Narwal, Lemming, Aal, Ringelgans, Eisbär, Rentier und Königskrabbe. Vor dem Hintergrund der schmelzenden Polkappen nehmen sie den Leser mit auf eine Reise, die von Anpassung, Leben und Tod handelt. Jede Art wirft ihr eigenes Licht auf die globale Erwärmung und ihren Verursacher, den Homo sapiens.
In den sieben Kapiteln des Buches sind diese sieben Tiere die tragischen Protagonisten. Jedes Kapitel bietet dazu eine vielschichtige und mitreißende Erzählung. Ein Einhornwal-Stoßzahn wird benutzt, um einen Terroranschlag in London zu verhindern; Walt Disney kauft von Inuit-Kindern Lemminge, um sie über eine Klippe zu jagen; Russland und Norwegen spielen ihren neuen Kalten Krieg mit Rentieren als Spielfiguren aus; ein ungeklärtes Massensterben von Ringelgänsen wird aufgeklärt; und Westerman riskiert sein eigenes Leben und das seiner Tochter beim Campen im norwegischen Svalbard am Ort eines tödlichen Eisbärenangriffs.

Ein einzigartiges Stück Nature Writing voll tiefgründiger Einsichten und literarischer Virtuosität.
Frank Westerman ist ein Meister der literarischen Reportage; er gilt als einer der wichtigsten Autoren im erzählenden Sachbuch der Niederlande. Seine Bücher wurden in 20 Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Nach dem Studium der Agrarwissenschaften mit Schwerpunkt Wasserbau arbeitete Westerman als Korrespondent für zwei große Tageszeitungen in Belgrad und Moskau. Er lebt und arbeitet in Amsterdam.

Sonnabend 21. März, 17.00 Uhr,
Buchleichenrecycling. Metamorphosen eines Kunstkatalogs
Künstler bearbeiten alte Kataloge (1994), die entsorgt werden sollten & schaffen neue Buchunikate.

Michael Pleßner, ein Mitglied der Kunstgruppe des Durchblick e.V., fand in alten Kartons die Reste von Katalogheften aus dem Jahr 1994 der Künstler Touma, Ihmels, van Veh mit dem bezeichenden Titel „Die Leiche Elvis", die schon auf dem Weg zum Papiermüll waren. Er kam auf die Idee, diese ausrangierten Kataloge durch andere Künstler – teils aus dem Verein, teils aus dem Freundes- und Bekanntenkreis im Umfeld des Vereins-- umgestalten und bearbeiten zu lassen.
So sind durch Übermalungen, Collagen, Verfremdungen, Dekonstruktionen etc. über einen Zeitraum von etwa zehn Jahren einzigartige neue Buchobjekte entstanden, die den alten, fast vergessenen Katalogleichen zu einer Auferstehung in neuem künstlerischen Gewand verhalfen. Die Präsentation der Buchobjekte soll auch eine Erinnerung an Michael Pleißner, den Initiator des Projektes sein, der im November 2025 verstorben ist.



Repro: Durchblick-e.V.                 Repro: Durchblick-e.V.

Mit Thomas Bolte, Carsten Busse, Alba Frenzel, Andre Friedrich, Rosi Haase, Tjark Ihmels, JOD, Klaus-Peter John, Abuzze von Schandel, Tim van Veh, Michael Touma, Kristin Tomkowitz, Diana Stegemann, Jörg Seifert, Sani Sansen, Michael Pleißner, Jens Pfuhler

zum Seitenanfang Dreieck

Einladung zum Vortrag am 21. Januar 2026: Thomas R. Müller


„Aufklärung von negativen, undurchsichtigen Personen“


Zur Tätigkeit des Ministeriums für Staatssicherheit in der Psychiatrie am Beispiel des Bezirkskrankenhauses für Psychiatrie Leipzig-Dösen - ein Forschungsbericht

Am 21. Januar 2026 um 18.00 Uhr, Mainzer Str. 7

im Durchblick e.V./Sächsisches Psychiatriemuseum

Mainzer Str. 7, 04109 Leipzig

Moderation: Thomas Seyde


Mit der inoffiziellen Tätigkeit des Ministeriums für Staatssicherheit im Bezirkskrankenhaus (BKH) für Psychiatrie Leipzig-Dösen beschäftigte sich das von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur geförderte Forschungsprojekt. Am Beispiel dieser psychiatrischen Einrichtung wurden die Ziele und Methoden des MfS beim Einsatz von Inoffiziellen Mitarbeiter (IM) in der Psychiatrie u.a. im Hinblick auf die Frage des politischen Missbrauchs der Psychiatrie recherchiert. Der Vortrag gibt einen Überblick zu den Ergebnissen der Forschungsarbeit.

Ein Projekt des Sächsischen Psychiatriemuseum
Bundesstiftung Aufarbeitung

zum Seitenanfang Dreieck

Einladung zur Lesung am 11. November 2025: Martin Goyk "Mutters Wahn"


„Mutters Wahn. Ein Jahrhundertpanorama – Roman einer Familie“


Durchblick e. V./Sächsisches Psychiatriemuseum,
Mainzer Straße 7, 04109 Leipzig

Martin Goyk „Mutters Wahn“

am 11. November 2025 um 18.30 Uhr

im Durchblick e.V./Sächsisches Psychiatriemuseum

Mainzer Str. 7, 04109 Leipzig

Moderation: Thomas Seyde


Martin Goyks vierter Roman &bquo;Mutters Wahn. Ein Jahrhundertpanorama – Roman einer Familie“ schildert vor dem Panorama des vergangenen Jahrhunderts eine berührende Familiengeschichte, die davon erzählt, wie die bezaubernde Kraft von Leidenschaft und Liebe uns selbst in bedrückenden Zeiten jede Scheu, Verluste und Schicksalsschläge zu überwinden hilft.

Martin Goyk, 1941 in Königsberg geboren, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie mit psychoanalytischer Ausbildung und Schiffsarzt, ist mit den Büchern »Arztnovelle« (1972) und »Rosen am Meer« (1979) bekannt geworden und veröffentlichte zuletzt den Tagebuchroman »Dr. Agaton« (2013).

zum Seitenanfang Dreieck

Museumsnacht 2025 im Sächsischen Psychiatriemuseum/Durchblick e.V


Veranstaltungsort:

Durchblick e. V./Sächsisches Psychiatriemuseum,
Mainzer Straße 7, 04109 Leipzig

 

 

historische Ansichten von Waldheim

Foto:Veranstalter, https://www.museumsnacht-halle-leipzig.de/presse/

historische Ansichten von Waldheim

Foto:Veranstalter, https://www.museumsnacht-halle-leipzig.de/presse/

Manuel Mohr
Ausstellung „Wachtraum“
Abstrakt-surreale Malerei

18:30 – 21.30 Uhr
Nach(t)druck
Einblicke in unserer Druckwerkstätten (Siebdruck, Tiefdruck und Hochdruck)
Eigene Herstellung von Druckvorlagen (Mit Kostenbeitrag)

18:30 – 19:00 Uhr
Ausstellungseröffnung

Anne Katrin Störmer: Die SEGUFIX-Serie
Künstlerische Auseinandersetzung mit dem in der Psychiatrie genutzten SEGUFIX-Bandgagensystem

Repro: Martin Baier

 

19:15 – 19:45 Uhr
Die Goldene Meise 2025
Verleihung des Ehrenpreises des Durchblick e.V.
Preisträgerin:  Margit Rauch
Laudator: Thomas Seyde

20.00 – 20.20 Uhr
Kirsten singt die Knef
Auszüge aus dem Hildegard-Knef-Programm
mit Kirsten Janowski (Gesang) und Michael Hinze (Klavier)

20.30 – 21.00 Uhr
Das trockene Herz
Tanzperformance von Sabin Rak (Choreografie) im Rahmen der Ausstellung „Wachtraum“

21.30 – 21.50 Uhr
Kirsten singt die Knef
Auszüge aus dem Hildegard-Knef-Programm
mit Kirsten Janowski (Gesang) und Michael Hinze (Klavier)

21:30 – 24:00 Uhr
Feuer und Flamme
Die nachtaktiven Besucher der Museumsnacht scharen sich traditionell um das Feuer im Garten der Durchblick-Villa.

Für das leibliche Wohl ist gesorgt
Getränke und Gegrilltes


Anne Katrin Störmer: Die SEGUFIX-Serie Im Rahmen der Museumsnacht eröffnen wir im Museumsfoyer eine Sonderausstellung mit Arbeiten von Anne Katrin Störmer, in denen sie sich mit dem SEGUFIX-Bandagen-System auseinandersetzt. Beim Besuch der Pflegemesse 2007 in Leipzig war die Künstlerin auf die Firma SEGUFIX aufmerksam geworden und hat zur Geschichte der Firma und ihrem Firmensitz in Jesteburg recherchiert. In der Folge ist ihre SEGUFIX-Serie entstanden, in der sie sich auf heiter-makabre Weise mit dem Thema Fixierung auseinandersetzt. „Witz: Alle Leute anziehen Fixierung und Zwangsjacke in der Stadt Jesteburg“, schreibt sie auf einem der Blätter. Zu sehen sind auf den Zeichnungen u.a. Fixier-Bandagen als Sicherheitsgurte in öffentlichen Verkehrsmitteln und für Kinderwagen, als Hilfsmittel beim Schwimmunterricht, zum Einsatz beim Gassigehen mit dem Hund oder als spezielle Ausstattung im Hotel „Segufix“. Auf dem hier gezeigten Bild ist ein junges Paar zu sehen, das in einem Cabriolet unterwegs ist. Die Beschriftung auf dem Herz verweist auf den Segufix-Gründer J.H. Sanchez. Die beiden Insassen sind an ihre Sitze mit firmeneigenen Gurten fixiert. Der schnauzbärtige Herr Sanchez schleudert den Magneten, mit dem die Fixierung gelöst werden kann, in hohem Borgen aus dem Auto. Wohl, um auf diese Weise das blonde Fräulein auf dem Beifahrersitz untrennbar an sich zu fesseln. Der Humor hat bei Anne Katrin Störmer auch eine kathartische Funktion, denn sie hat selbst die Psychiatrie und dort eingesetzte Fixierungen erlebt.
Thomas R. Müller


Gesamtprogramm und weitere Infos:  museumsnacht-halle-leipzig.de

zum Seitenanfang Dreieck

Veranstaltungen im Rahmen der Leipziger Buchmesse 2025 im Durchblick


Veranstaltungsort:

Durchblick e. V./Sächsisches Psychiatriemuseum, Mainzer Straße 7, 04109 Leipzig


Buchmesse 2025

Karel van het Reve: Stunden mit Henk Broekhuis27. 03. 2025,  19.30 Uhr,
Karel van het Reve: Stunden mit Henk Broekhuis. Gemeinplätze und was von ihnen zu halten ist.

Der Übersetzer Gerd Busse stellt das Buch des niederländischen Essayisten und Kolumnisten Karel van het Reve (1921-1999) vor.

Wer glaubt sie nicht: Allerweltsweisheiten wie "Die Jugend von heute ist zügelloser als früher", "Künstler drücken ihre Gefühle aus" oder "Der Mensch lernt aus Erfahrung"? Alles Unsinn, behauptet Karel van het Reve. In seinem bereits 1978 auf Niederländisch erschienenen Bestseller "Stunden mit Henk Broekhuis" räumt der Autor, der in den Niederlanden noch immer Kultstatus genießt und zu den bedeutendsten Essayisten des Landes zählt, ebenso gründlich wie unterhaltsam mit Gemeinplätzen auf, etwa mit der Behauptung,dass die Werbung uns zwinge, Dinge zu kaufen, die wir nicht brauchen, die jüdischen Speisevorschriften ihrem Ursprung nach Hygienemaßnahmen seien, Schriftsteller die Sprache bereicherten oder das Wetter früher auch schon mal besser war.
Der Band liegt nun erstmals wieder in einer sorgfältig bearbeiteten Übersetzung vor.
elsinor.de

Laura Wiesböck Digitale Diagnosen. Psychische Gesundheit als28. 03. 2025, 19.00 Uhr,
Laura Wiesböck Digitale Diagnosen. Psychische Gesundheit als
Social-Media-Trend

Moderation: Dyrk Zedlick, Leipzig

Lebenskrisen, emotionale Verletzungen und Phasen der Ineffizienz sind seit
jeher Teil des Menschseins. Doch im digitalen Zeitalter zeigt sich eine
immer größere Entschlossenheit, derartige Zustände krankhaft zu deuten.
Social-Media-Plattformen sind voll mit psychiatrischen Diagnosen. Begriffe wie "Trauma", "triggern" und "toxisch" werden inflationär verwendet.
Eigen- und Fremddiagnosen gehen leicht von den Lippen. Wo aber liegt die Grenze
zwischen Enttabuisierung und Verherrlichung?
Präzise analysiert die Soziologin Laura Wiesböck die Ursachen und Folgen des Trends um "Mental Health". Ein zeitgemäßes Buch und ein Plädoyer für das Aushalten emotionaler Ambivalenzen.

hanser-literaturverlage.de

52075702-t-5613

Basaglia. Radikales Denken, optimistisches Handeln29. 03. 2025, 19.00 Uhr,
Basaglia. Radikales Denken, optimistisches Handeln

Was ist Psychiatrie ? (Wie) kann eine Institution,
die im Namen der medizinischen Wissenschaft im Lauf ihrer Geschichte bis heute beständig Menschenrechte verletzt, verändert werden? Diese simplen wie provozierenden und unvermindert aktuellen Frage stellten die italienischen Psychiater - Intellektuellen Franca Ongaro und Franco Basaglia schon 1968. Das deutsch-italienische Buchprojekt würdigt und befragt das Erbe der Bewegung der "demokratischen Psychiatrie", die nicht nur die Mauer der Anstalten, sondern auch die psychiatrischen Fachgrenzen sprengte.Ein stigmatisiertes Randthema wurde so mitten in die gesellschaftlichen Diskurse um Rechte, Freiheit, Verantwortung und Kontrolle, um normal und verrückt sowie um Gesundheit und Krankheit gerückt. Ein multidisziplinäres Autor*innenteam - Fachleute, Erfahrene, Angehörige, Forscher*innen aus Italien und Deutschland erkunden die Bedeutung Basaglias für die Gegenwart. Mit Kirsten Düsberg, Udine; Luciana Degano Kieser, Berlin und Thomas Becker, Leipzig, Moderation: Thomas Seyde, Leipzig
"Basalgia. Radikales Denken, optimistisches Handeln" ist 2024 im Psychiatrie Verlag in der Reihe "Zur Sache: Psychiatrie" erschienen.


Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei!

zum Seitenanfang Dreieck

Lesung mit Cornelia Lotter am 29. Mai 2024



Cornelia Lotter – Bücher gegen das Vergessen


Plakat

Am 29. Mai 2024 um 19 Uhr, Mainzer Str. 7,  liest Cornelia Lotter
aus „Unterm Gewitter“ (Bd. 1) & „Unterm Rauch“ (Bd. 2).
Der neueste Roman der Leipziger Autorin erzählt u.a. vom Leben und Sterben
der expressionistischen Künstlerin Elfriede-Lohse Wächtler.
Der Eintritt ist frei.

Seit 2000 schreibt die Leipziger Autorin Cornelia Lotter »Bücher gegen das Vergessen« – historische Romane, die sich mit dem Nationalsozialismus und den in dieser Zeit verübten Verbrechen beschäftigen. In dem neuesten zweiteiligen Roman verbindet Lotter das Schicksal der Dresdner Malerin Elfriede Lohse-Wächtler mit dem Lebensweg von Rudolf Krüger, einem Zeitgenossen Wächtlers und Gegner des NS-Regimes.



Cornelia Lotter:
Unterm Gewitter (Bd. 1) & Unterm Rauch (Bd. 2), 2023,
Bestellung über: www.autorin-cornelia-lotter.de

zum Seitenanfang Dreieck

Museumsnacht Halle & Leipzig 4. Mai 2024



Museumsnacht 2024 im Sächsischen Psychiatriemuseum


Plakat


18:00 – 24:00 Uhr
Sonderausstellung
Daniel Paul Schrebers „Denkwürdigkeiten eines Nervenkranken“
Eine Tafelausstellung zu Schrebers „Memoiren“, die ihn zum meistzitierten und weltweit bekanntesten Psychiatriepatienten gemacht haben.

19:00 – 19:30 Uhr
Ausstellungseröffnung
Jana Kermes „coloured papers"
Prints

19:30 – 21:30 Uhr
Das verrückte Foto
Zeigen Sie sich in ihren oder unseren verrückten Outfits und lassen sich von uns fotografieren. (Kostenbeitrag) 

19:30 – 20:00 Uhr
Die Goldene Meise 2024
Verleihung des Ehrenpreises des Durchblick e.V.
Preisträgerin:  Petra Čagalj Sejdi
Laudatorin: Rosi Haase

mehr Informationen ...

Die Goldene Meise
Repro: Martin Baier
mehr Informationen ...

20:00 – 21:30 Uhr
Nach(t)druck
Einblicke in die Arbeit unserer Siebdruckwerkstatt.

20.30 – 20.50 Uhr & 22.00 – 22.20 Uhr
Hacken Häckseln Düngen: Ein makabres Theater für Erwachsene und einen Fuchs
Mit Heike Ronniger, Armin Zarbock, Henner Kotte, Michael Hinze und Steffi Lampe

21:30 – 24:00 Uhr
Feuer und Flamme
Die nachtaktiven Besucher der Museumsnacht scharen sich traditionell um das Feuer im Garten der Durchblick-Villa.

Für das leibliche Wohl ist gesorgt
Getränke und Gegrilltes

 

Gesamtprogramm und weitere Infos:  www.museumsnacht-halle-leipzig.de

zum Seitenanfang Dreieck

Veranstaltungen im Rahmen der Leipziger Buchmesse 2024 im Durchblick



Durchblick e. V., Mainzer Straße 7, 04109 Leipzig


Buchmesse in Leipzig 2024

20. März , 19.30 Uhr,
Lea De Gregorio
„Unter Verrückten sagt man du“ (Suhrkamp nova),
Eine dringend notwendige Psychiatrie- und Gesellschaftskritik.



www.suhrkamp.de/buch

21. März, 19.00 Uhr,
Felix Hasler:
Neue Psychiatrie. Den Biologismus überwinden und tun, was wirklich hilft(transcript)
Felix Haslers pointierte Analyse ist ein vorgezogener Nachruf auf eine erfolglose aber nebenwirkungsreiche Idee
und ein Plädoyer für eine neue Psychiatrie des pragmatischen Handels.
Moderation: Sven Speerforck (Universitätsklinikum Leipzig)




www.transcript-verlag.de

22. März, 18.30 Uhr,
Willem Elsshot »Tschip« (Grenzecho)
Der wohl persönlichste Roman eines der bedeutendsten Autoren Belgiens und der Niederlande über die Geburt seines Enkelsohns "Tschip" - der im wahren Leben übrigens bereits 90 Jahre alt ist und sich guter Gesundheit erfreut.
Das Buch wird von seinem Übersetzer Gerd Busse vorgestellt.




gev.be/neuerscheinungen

22. März, 20.15 Uhr,
„Die Nachbarn“ von J.J. Voskuil (Wagenbach)
In fulminanten Streitszenen schafft J.J. Voskuil das bewegende und vor allem urkomische Porträt einer Ehe im Zeichen einer unlösbaren Frage.
Präsentiert von Gerd Busse und Wolfgang Schiffer




www.wagenbach.de/buecher

23. März, 18.30 Uhr,
Dr. Peter Lehmann
Psychopharmaka reduzieren und absetzen Praxiskonzepte für Fachkräfte, Betroffene, Angehörige (Psychiatrie Verlag / Peter Lehmann Antipsychiatrieverlag).
Ein Grundlagenwerk für alle, die Psychopharmaka absetzen oder jemanden mit Absetzwünschen begleiten wollen!

Buchpräsentation mit Diskussion




www.psychiatrie-verlag.de
/
www.antipsychiatrieverlag.de

 

 

 

Die Veranstaltungen finden statt:
Durchblick e.V./Sächsisches Psychiatriemuseum
Mainzer Str. 7, 0409 Leipzig

Der Eintritt ist frei!


Sächsisches Psychiatriemuseum

zum Seitenanfang Dreieck

4. Werkstattgespräch Gemeindepsychiatrie Leipzig
Beschwerdestellen in der Psychiatrie für Leipzig?



4. Werkstattgespräch


4. Werkstattgespräch
Foto: Martin Baier

Das 4. Werkstattgespräch Gemeindepsychiatrie Leipzig zum Thema »Beschwerdestellen in der Psychia­trie für Leipzig?« findet am 7. Februar 2024 im CAPA-Haus statt. Organisiert wird die Veranstaltung vom Gesundheitsamt der Stadt Leipzig, dem Verbund Gemeindenahe Psychia­trie und der Sächsischen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie (SGSP). An der inhaltlichen Gestaltung dieses Werkstattgesprächs wirkt der Verein Durchblick e.V. mit. Die Veranstaltung findet in den Räumen der CAPA Culture gGmbH statt.

Für weitere Informationen
Jozina Janse, Dieter Kulke: Unabhängige Beschwerdestellen für die Psychiatrie in
Deutschland, Psychiatr. Prax 2023; 50 (03), S. 137–144
Beschwerde- und Informationsstelle Psychiatrie in Berlin:
https://www.psychiatrie-beschwerde.de/
BundesNetzwerk unabhängiger Beschwerdestellen Psychiatrie
http://www.beschwerde-psychiatrie.de/
NetzG e.V.
www.netzg.org

zum Seitenanfang Dreieck

Anne-Katrin Störmer: neue Ausstellungsobjekte willkommen

Zum 15. Jubiläum des Sächsischen Psychiatriemuseums präsentierten wir in Kooperation mit der durch blick galerie die Ausstellung „Kunst – Geschichte – Psychiatrie“ als erste große Einzelausstellung der Zwickauer Künstlerin Anne-Katrin Störmer.

Anne-Katrin Störmer, die die Psychiatrie selbst erlebt hat, beschäftigt sich seit der Jahrtausendwende intensiv mit der Psychiatriegeschichte. In ihren Bildern wird der Alltag in der Psychiatrie der vergangenen einhundert Jahre lebendig. Für die mit Zeichenstift und Wasserfarbe gemalten Zeichnungen nutzt sie historische Vorlagen, die sie mit Akribie reproduziert und gleichzeitig auf subtile Art modifiziert. In ihren Zeichnungen, die häufig mit ausführlichen Texten kombiniert sind, setzt sie sich beispielsweise mit den nationalsozialis­tischen „Euthanasie“-Verbrechen auseinander. Andere Bildserien sind von der eigenen Lebensgeschichte inspiriert und widmen sich u.a. den existentiellen Erfahrungen von Diskriminierung, Gewalt und Missbrauch. Neben diesen teilweise drastischen Darstellungen bedient sich Anne-Katrin Störmer aber auch des Humors, um ihre Ängste und Visionen auszudrücken. Dazu gehört ein Bildkomplex, in dem die Künstlerin skurrile Anwendungen für das in der heutigen Psychiatrie genutzte Segufix-Fixiersystem erfindet.
Anne-Katrin Störmer, die bereits ein umfangreiches und komplexes Werk geschaffen hat, hat in der Kunstgruppe des Vereins Durchblick e.V. und dem Sächsischen Psychiatriemuseum eine künstlerische Heimat gefunden.
Für die seit ihrer Geburt gehörlose Künstlerin ist das Zeichnen ein Medium, über das sie mit der Umwelt kommuniziert. Daher hat sie großes Interesse, ihre Arbeiten in Ausstellungen zu zeigen.
Das Sächsische Psychiatriemuseum und die durch blick galerie unterstützen sie dabei und stehen als Ansprechpartner zur Verfügung, um mit der Künstlerin und interessierten Einrichtungen und Institutionen Projekte zu entwickeln und zu realisieren.
Kontakt:

Bild1 Bild2 Bild3 Bild4 Bild5 Bild6 Bild7 Bild8 Bild9 Bild10 Bild11 Bild12 Bild13 Bild14

zum Seitenanfang Dreieck

Kindereuthanasie-Verbrechen in Leipzig

Website zu Kindereuthanasie-Verbrechen in Leipzig online


Ab sofort ist die Internetseite www.die-wiese-zittergras.de zu den Kindereuthanasie-Verbrechen in Leipzig online.
Anlass für die aktuelle Freischaltung der Website ist der 75. Jahrestag der Eröffnung der Kinderfachabteilung in der Heilanstalt Leipzig-Dösen im Oktober 1940. Die Homepage erinnert an die Hintergründe der nationalsozialistischen Verbrechen an behinderten Kindern. Allein in Leipzig-Dösen waren in dieser speziellen Abteilung mehr als 500 als lebensunwert angesehene Kinder getötet worden.
Auf der Internetseite können zahlreiche dieser Schicksale nachgelesen werden. Außerdem werden der interessierten Öffentlichkeit Materialien und Dokumente zur Verfügung gestellt.
„Nach der Einrichtung eines Gedenkortes im Leipziger Friedenspark und der Überarbeitung der Wanderausstellung gibt es nun auch eine Internetseite, welche zu diesem düsteren Kapitel der Leipziger Stadtgeschichte informiert und die Erinnerung wach hält“, erklärt Bürgermeister Fabian.
Damit fasst die Internetseite Forschungsergebnisse und vielfältige Projekte zusammen, die auf einer mehr als 15jähigen Beschäftigung mit diesem düsteren Kapitel der Leipziger Stadtgeschichte beruhen, initiiert und begleitet vom Gesundheitsamt der Stadt Leipzig und dem Psychiatriekoordinator Thomas Seyde. 

Die Internetseite, die mit Unterstützung des Landesprogramms „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“ und der LEIPZIGSTIFTUNG entstand, wird zukünftig vom Sächsischen Psychiatriemuseum betreut.
Leipzig, den 23. November 2015

Kontakt:
Thomas Seyde, Stadt Leipzig, Gesundheitsamt, Psychiatriekoordinator
Tel:  0341 1236806,

Thomas Müller, Durchblicke e.V./Sächsisches Psychiatriemuseum,
Tel:  0341 14061413, .

zum Seitenanfang Dreieck

Neuerscheinung: Katalog „Wahn und Sinn“

Thomas R. Müller, „Wahn und Sinn“


Patienten, Ärzte, Personal und Institutionen der Psychiatrie in Sachsen vom Mittelalter bis zum Ende des 20. Jahrhunderts. Katalog zur Dauerausstellung des Sächsischen Psychiatriemuseums 2. korrigierte und ergänzte Auflage, Mabuse-Verlag 2014
ISBN 978-3-86321-212-4 (Museumsausgabe)
15 €

Bestellung und Bezug: Sächsisches Psychiatriemuseum, Mainzer Str. 7, 04109 Leipzig
Tel: 0341 14061413,

E-Mail:

zum Seitenanfang Dreieck

Premiere: Symptom Nr. 6

Symptom Nr. 6


Ausstellungsposter

Leipziger Beiträge zu Psychiatrie & Verrücktheit
Hrsg. Von Thomas R. Müller und Dyrk Zedlick

Inhalt:
Klaus Weise: Leipziger Psychiatriereform 1960 bis 1990 Interview mit Klaus Weise
Beiträge von Rosi Haase und Hermann Elgeti
Leipzig, 2014
ISSN 0944 5161
Schutzgebühr: 10 €

Bestellung und Bezug: Sächsisches Psychiatriemuseum, Mainzer Str. 7, 04109 Leipzig
Tel: 0341 14061413,
E-Mail:


zum Seitenanfang Dreieck